Frühstückstechnisch bin ich ja eher der herzhafte Typ. Mein Mann dagegen ist eine ausgesprochene Zuckerschnute. Bei uns geht die Marmelade deshalb auch nicht gerade sparsam über den Frühstückstisch. Bei ihm darf es ruhig schon mal ein Löffelchen mehr sein. Oder zwei. 😉
Nun hatte er den Wunsch nach Chili-Marmelade. Tja … Chili-Marmelade bekommt man beim Kaufmann um die Ecke nun nicht unbedingt zwischen Erdbeer- und Aprikosenmarmelade ins Regal gestellt.
Also dachte ich mir: Dann mache ich sie eben selbst!
Und so habe ich heute tatsächlich zum allerersten Mal in meinem Leben Marmelade gekocht. Ich war selbst ein bisschen gespannt, was dabei wohl herauskommt …
Erdbeer-Chili-Marmelade
Zutaten
- 750 g TK-Erdbeeren
- 250 g 3:1 Gelierzucker
- das Mark einer Vanilleschote
- eine gute Messerspitze Chilipulver
Zubereitung
Zuerst werden die Marmeladengläser und Deckel gründlich mit klarem Wasser ausgekocht. Anschließend mit einer sauberen Zange aus dem Wasser nehmen und zum Abtropfen auf ein sauberes Geschirrtuch stellen.
Die TK-Erdbeeren vollständig auftauen lassen. Anschließend die Erdbeeren zusammen mit dem Vanillemark, dem Chilipulver und dem Gelierzucker in einen ausreichend großen Topf geben.
Alles unter Rühren zum Kochen bringen und anschließend etwas mehr als drei Minuten sprudelnd kochen lassen. Dabei immer schön umrühren, damit nichts anbrennt.
Die heiße Erdbeer-Chili-Marmelade vorsichtig in die vorbereiteten Gläser füllen. Die Gläser sofort fest verschließen und für einige Minuten auf den Kopf stellen.
Anschließend wieder umdrehen und vollständig auskühlen lassen. Einfacher als gedacht.
Ein Glas bekam ich allerdings nur etwa zu einem Drittel gefüllt. Das war natürlich ziemlich schnell abgekühlt und so musste ich gleich mal probieren. Man muss ja schließlich wissen, was man da fabriziert hat. 😉
Und was soll ich sagen: Lecker! Die Marmelade schmeckt sogar mir, obwohl ich es morgens ja eigentlich lieber herzhaft mag. Durch den 3:1-Gelierzucker ist sie angenehm fruchtig und nicht zu süß. Und auch das Chili schmeckt man ein wenig heraus. Genau richtig, wie ich finde.
Ich glaube, das war definitiv nicht mein letzter Versuch, Marmelade selbst zu kochen.
